Protestaktion oder Diffamierung? (Update 27.06.2017)

Nationalfeiertag ist ja normalerweise ein Tag welcher an sich nicht polarisiert und die Leute zu Einheit aufruft. Nationalfeiertage haben vor allem historische Ursprünge und gehören auch einem 'master narrative' an. Historiker debattieren natürlich kritisch darüber ob die Wahl eines Nationalfeiertags objektiv oder doch subjektiv fiel. Das soll aber jetzt nicht das Thema sein, obwohl wenn man sich kritisch mit Nationalfeiertagen und Nationen auseinandersetzen möchte, man dies besser mit den Experten bespricht. In diesen Zeilen möchten wir gerne über die sonderbare Stellung des Nationalfeiertags in Luxemburg diskutieren und die daraus resultierende Polemik. Einige Menschen werden dann auch mit Verwunderung festgestellt haben, dass es überall außer hier in Luxemburg, normal ist solch' einen Tag in Einheit und Freude zu feiern. 

Der Nationalfeiertag in Luxemburg ist schon fast ein Wunder. Es ist nicht selbstverständlich, dass eine Nation wie Luxemburg überhaupt existiert und dann auch noch seine Unabhängigkeit über mehrere Jahren hinweg feiert. Luxemburg wurde mehrere Male erobert und besetzt und beinahe sogar annektiert. Nur durch drastische und rigorose Bemühungen von damaligen Diplomaten und Spitzenvertreter wurde Luxemburg international anerkannt. Wichtiger aber war die Bevölkerung, die sich mit ihrer Nation identifizierte und ihre Heimat dann auch verteidigte, an voran die Resistenz im 2. Weltkrieg. Auch linke Organisationen haben für die luxemburgische Nation gekämpft. Eine Idee wie 'no borders, no nations' wäre damals als Hirngespinst abgestempelt worden. Hier in Luxemburg haben dann sogenannte 'Utopisten' die Gelegenheit genutzt um die Institutionen während Nationalfeiertag zu 'kritisieren'. Die Kritik war sehr 'elaboriert' und man könnte schon fast meinen, dass jene Kritik von sehr professionellen Doktoren aus Oxford stammte. Ja, es wäre zu schön um wahr zu sein. Die Kritik war alles andere als elaboriert; man kann schon fast von Diffamation sprechen. 'Féck de Grand-Duc! Féck Lëtzebuerg! Féck de Kapitalismus!', so lauten die Parolen der jungen Linken. Jeder der sich auch nur für das Nationalfest interessiert kriegt eine deftige Portion 'Kritik' ab. Die jungen Linken wollen es nicht so recht glauben, dass auch Ausländer während jenem Tag glücklich mitgefeiert haben und dass es eine Einheit zwischen Einheimischen und Ausländer gab. Für die Linken heißt es, dass wenn man eine Nation feiert, so feiere man auch 'Ausgrenzung, Abschottung und Distanzierung'.

Die Frage die man sich aber stellen muss ist, waren es nicht die jungen Linken, die sich in der Gantenbeinsmillen, ausgrenzt, abgeschottet und distanziert haben? Weshalb feiert man versteckt im Wald, wenn man gegen Ausgrenzung, Abschottung und Distanzierung ist? Sollte man nicht auf die Bevölkerung zugehen und die Menschen einladen mitzufeiern? Ein weiterer Beweis dafür wäre auch die Kritik, welche die jungen Linken, seitens der Initiative Wee2050 / Nee2015, von der a.s.b.l. 'Vox Populi', der Organisation 'Lëtzebuerger Patrioten', vom Parteipräsidenten Joe Thein (déi Konservativ) und auch anderen Politikern wie Fernand Kartheiser (adr). Sogar Politiker der DP haben öffentlich mit Empörung reagiert und waren entsetzt über ein derartiges Benehmen der 'Aktivisten'. Viele Einwohner Luxemburgs, fühlten sich auch angegriffen und machten ihrem Ärger freie Luft. So findet Carlo Delgrandi: 'Am Beschten hinnen d'Staatlech Ënnerstëtzung streichen, dann huet Lëtzebuerg sie gef.....'. Georges Grof zieht einen Vergleich mit rezenten Vorfällen von Hassrede und sagt: 'Hätten dei Bouwen (a Gören) dei Ausdreck geint Auslänner benotzt, hätte se haut schon eng Plainte um Bockel.'
Christian Welter, einer der Teilnehmer der linksextremen Veranstaltung ist da anderer Meinung: 'Extremismus ass dat doten sescher net, gesin dat eischter als friedlechen Party fir mol ze weisen wei domm et ass een ze feieren deen just dei funktioun hued, dei en hued well en dodran gebuer gin ass.. genausou wei menschen dat feieren wou se eben zoufälleg gebuer goufen.. '

Die Bilder und auch der Text von den jungen Linken sprechen dagegen eine klare Sprache und nein, sie ist alles andere als friedlich und zuvorkommend. Es sieht eher wie eine Kriegserklärung aus und schäumt nur von Provokation. Die Einwohner Luxemburgs wollten bloß feieren und dachten sich nichts dabei. Sicherlich hat der Großherzog auch nicht Negatives gemacht und ist nur seiner Rolle als Staatsoberhaupt nachgegangen. Für die jungen Linken war dies aber eines der Hauptgründe um die Feierlichkeiten zu kritisieren. Was sagen die Linken dazu? Bis jetzt haben die Politiker von déi Lénk sich nicht distanziert. Dabei trifft es sich ja gut dass die jungen Linkenn anscheinend nicht die Jugendpartei der Linken sind. Dennoch ist es kurios, dass eine vermeintliche Nicht-Jugendpartei, einen ähnlichen Namen aussucht wie jenen von den Linken. Der Name ist politischer Programm und es wäre naiv keinen Zusammenhang zwischen 'déi jonk Lénk' und 'déi Lénk' herzustellen. Ironischerweise sind es auch meistens linke Politiker und Sympathisanten die Zusammenhänge und rechte Verschwörungen aufspüren; Tendenz steigend!

Wir wären aber jedenfalls froh wenn die Linken und jungen Linken mal mit sich selbst ehrlich wären. Sveinn Graas könnte uns allen dabei eine Erklärung schuldig sein, er ist unter anderem bei den Linken und jungen Linken aktiv unterwegs. Claude Frentz auch...und viele andere auch... 

 

Interessant ist auch, dass eine gewisse Initiative unter dem Namen 'Ech hun mäin Lëtzebuerg gären' und die Facebookseite von 'Infowars Luxembourg' eine Hypothese verbreiten, welche behauptet, dass die jungen Linken ein Feuer am 1.Juni in der Gantenbeinsmillen gelegt hätten. Das Feuer brannte im gleichen, leerstehenden Haus, wo die jungen Linken anschließend während Nationalfeiertag ihr antinationales 'Fest' feierten. Obwohl das Haus leersteht und dass seit längerem, gibt es aber einen Besitzer, den wir nach intensiven Recherchen nicht ausfindig machen konnten. Die Bevölkerung teilte uns aber mehrmals mit, dass das Haus jemandem gehöre und dass die Gemeinde wahrscheinlich keine 'Autorisation' vergab. Dies würde bedeuten, dass das antinationale Fest komplett illegal gewesen sei. Beide Initiativen haben die Polizei bereits benachrichtigt, das sagten uns deren Vertreter als wir bei ihnen nachfragten. Dennoch wäre es etwas übereifrig bereits zu einer Schlussfolgerung zu kommen, da noch nichts feststeht. Ob es ein Zufall war, ob die jungen Linken dahinter steckten oder aber ob es eine unbekannte Person war, können nur Ermittler feststellen. Hierbei ist die Polizei gefragt und wir vertrauen darauf, dass die Polizei den Fall schnellstens klären wird.

Rolce Zeus


Timon Müllenheim der Sprecher Amicitia Luxemburgensis/Luxemburg Defence League, meldete sich per E-Mail an unsere Redaktion. Er versicherte uns, dass auch die Amicitia Luxemburgensis sich von den jungen Linken distanzieren würde. Hier sein Schreiben (auf Luxemburgisch und unbearbeitet):

Am Géigesatz zu eis, stitt dir (déi jonk Lénk) fir globaliséiert-gläichgeschalten an langweileg-groe "Multikulti"-Eenheetsbräi ("Internatiounalen Sozialismus 2.0"), also géint déi regional-ënnerschiddlech a flott-faarweg Welt vum Ethnopluralismus an dem all indigen Identitéiten aus Natiounen (Länner), Vëlleker, Sproochen, Kulturen an Traditiounen (Brauchtem) hier beheemegt Platz hunn. Identitéit huet nämlech virun allem mat de Wuerzelen, also de Virfahren zu dinn an gëtt vu Generatioun zu Generatioun weiderverierwt; wien also dogéint ass, huet ee massive Problem mat sech selwer. Et kann een z.B. a China gebuer sinn, awer wann d'Elteren Lëtzebuerger sinn, dunn ass een selwer iwwer d'Blutt och Lëtzebuerger . Bei dem vun eisem aller Härgott auserwielte Vollek vun de Judden ass et z.B. esou, datt ee nëmmen iwwer d'Mamm verwiert ethneschen Judd ka ginn; ewéi et z.B. de vun iech idiotescherweis als "Antisemit" diffaméierten Kolleg Guy J. Malané ass. D'Israeliten sinn dat eenzegt Vollek an der Geschicht, wat op der ganzer Welt versteet war, iwwerall brutal verfollegt gouf a sech trotzdem net assimiléiert huet; nëmmen doduerch konnt sech déi biblesch Prophetie erfëllen an sie no ronn 2'000 Joer nees an dat vum Härgott versprachend Land heemkéieren (méi doriwwer am Buch Die Zukunft der Welt. . .vun mengem Pap Gerd Müllenheim). Op der anerer Säit, kann ee natierlech, wann een eng aner Natioun, Vollek, Sprooch, Kultur an Traditiounen gudd fënnt (z.B. domat opgewuess ass) an dës Vertrieder averstanen sinn, ee sech iwwer Joeren integréieren an du quasi iwwer d'Naturalisatioun an dës identitär Gemeinschaft adoptéiert ginn; esou hunn ech et jo och 2009 gemaach. Ech stinn zum Grondsatz "Lëtzebuerg, de Lëtzebuerger!", awer och zum ale Prinzip "Lëtzebuerger ass den, wou Lëtzebuergesch schwätzt!". Als een vun villen Lëtzebuerger Patrioten mat Migratiounhannergrond, sinn ech houfreg op eis konstitutionell Monarchie mat engem vum Härgott agesatene Groussherzog, wou eist Ländchen an enger iwwer Joerhonnerte verierwter Dynastie repräsentéiert an den dierft, wann et no mir géif goen, och an der Saach parteiesch sinn an méi Verantwoertung iwwerhuelen (wéi z.B. beim Euthanasie-Gesetz). Als begeeschterte Pangermanist a groussen Unhänger vun den däitsch-germanophonen Dialekter, muss ech kloer feststellen, datt z.B. een driibséilegen Bondespräsident net esou een historesch gewuessend Optrieden huet, well hien ebe net duerch seng Famill iwwer Generatiounen eweg mat dem Amt an senger Verantwortung géintiwwer senger Natioun, Vollek, Sprooch, Kultur an Traditiounen verbonnen ass. Fakt ass och, datt nëmmen d'Grenzen eis genial Villfalt weltwäit schützen, well ouni d'Grenze ginn d'Mënsche géinteneen ausgespill (z.B. an der Europäische Union) an dat féiert laangfristeg zu Terror an Krich (z.B. an Jugoslawien); dowéinst: "Pro Nations, pro Borders"! An dësem Sënn, hei "Ons Heemecht" mat der super 4. Stroph.